Deutsches Maritimes Zentrum

Das Deutsche Maritime Zentrum e.V. ist die nationale Plattform der deutschen maritimen Branche. Es soll ihre Innovationskraft steigern und sie dauerhaft als Hochtechnologiebranche etablieren.

Gründung und Zielsetzung
Das Deutsche Maritime Zentrum wurde 2017 auf Initiative des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und der IG Metall Küste gegründet. Das Zentrum mit Sitz in Hamburg ist ein branchenübergreifender Thinktank, es will den interdisziplinären Austausch innerhalb der maritimen Branche sowie mit anderen Industriezweigen, aber auch mit Politik und Verwaltung ausbauen und intensivieren. Als Kompetenzzentrum wird es Zukunftsthemen der maritimen Branche besetzen und weiterentwickeln. Gründungsmitglieder sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Freie und Hansestadt Hamburg, das Land Niedersachsen, sowie Spitzenverbände der maritimen Wirtschaft – und zwar der Verband für Schiffbau und Meerestechnik, der Verband Deutscher Reeder (VDR), der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler (ZVDS), der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und der Deutsche Boots- und Schiffbauerverband (DBSV).

Inzwischen sind die Länder Bremen, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie der Verband Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere (VDKS) als Mitglieder hinzugekommen. Weitere Verbände und Länder sollen als Mitglieder gewonnen werden. Der Aufbau des DMZ wird – zunächst bis Ende 2019 – vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanziert.

Vorstand und Geschäftsführung
Mitglieder des ehrenamtlichen Vorstands sind: Dr. Reinhard Lüken, Dr. Torsten Sevecke, Ingelore Hering, Ralf Nagel und Daniel Hosseus. Seit April 2018 ist Dr. Wolfgang Sichermann hauptamtlicher Geschäftsführer.

Selbstverständnis, Strategie und Arbeitsschwerpunkte
Das Deutsche Maritime Zentrum versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Als zentraler Ansprechpartner soll es die maritime Branche auf europäischer und internationaler Ebene unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des gesamten maritimen Sektors stärken.

In der Startphase geht es um den Aufbau der personellen und technischen Infrastruktur und die Definition von Arbeitsfeldern. Den Kern der Arbeit bilden Fragen der Gestaltung und Umsetzung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) im Bereich der maritimen Branche. Mit seinen Dienstleistungsangeboten setzt das Zentrum Schwerpunkte im branchenübergreifenden Wissens- und Technologietransfer. Es unterstützt Forschungs- und Entwicklungskooperationen, z.B. in dem es diese anbahnt, Forschungseinrichtungen mit Studienprojekten beauftragt, die Umsetzung von Forschungsergebnissen z.B. durch die Initiierung von Pilotprojekten vorantreibt.